Aktuelles aus dem Coburger Literaturkreis

Martina Roth als Susanna in dem Bewegtbildabend nach der Erzählung von Gertrud Kolmar

 Außergewöhnliches „Bewegtbildtheater“ beim Coburger Literaturkreis 

 

Auf ein Literaturerlebnis ganz besonderer Art können sich die Coburger Literaturfreunde für den Herbst einstellen. Am Donnerstag, den 19. Oktober 2017 lädt der Coburger Literaturkreis um 19.30 Uhr zu einem musikalisch-literarischen Abend mit dem Titel „Susanna – ich bin ein Kontinent“ in den Großen Saal des Gemeindezentrums St. Augustin ein.
Die Schauspielerin Martina Roth und der Regisseur, Bühnenbildner und Musiker Johannes Conen bieten „Bewegtbildtheater“, eine von ihnen erfundene, hoch komplexe Präsentationsform auf der Bühne, bei der Martina Roth mit einer Leinwand interagiert. 
„Susanna – ich bin ein Kontinent“ beruht auf der Erzählung „Susanna“ von Gertrud Kolmar, die sie 1940 im Zeichen des Nazi-Terrors geschrieben hat. Kolmar, geboren 1894 in Berlin, ermordet 1943 in Auschwitz, zählt zu den größten deutschen Lyrikerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts neben Else Lasker-Schüler. Nelly Sachs und Rose Ausländer, blieb allerdings „zu Unrecht ziemlich unbekannt“, wie Martina Roth sagt.
Roth spielt einmal Susanna, eine junge, gemütskranke Frau, die sich in eine kindlich-poetische Welt zurückzieht. Gleichzeitig spielt sie auch, als Charakter auf der Leinwand Susannas nüchterne, steife Erzieherin. Dieser Kunstgriff ist das Alleinstellungsmerkmal des „Bewegtbildtheaters“.

Johannes Conen hat Kolmar-Gedichte vertont und begleitet damit Roth auf der Gitarre. 
Martina Roth arbeitete an vielen großen deutschen Theatern, u. a. am Thalia-Theater Hamburg, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Schauspiel Leipzig, Nationaltheater Mannheim oder am Cuvilliéstheater München.
Johannes Conen hat eine Vielzahl von Schauspiel- und Musiktheaterproduktionen visualisiert, so an der Komischen Oper Berlin,der Deutschen Oper Berlin, den Salzburger Festspielen, der Wiener Staatsoper oder der Semperoper in Dresden.

Der Vorverkauf zu diesem besonderen Schauspielereignis wird Mitte September beginnen. Nähere Informationen zu gegebener Zeit an dieser Stelle.

Weitere Informationen gibt es auf www.bewegtbildtheater.de 

 

Prof. Dr. Ralf Schnell, Foto: Jürgen Naber

"Heinrich Böll und die Deutschen" - Lesung mit Prof. Dr. Ralf Schnell

 

Er war sicher einer der wichtigsten und wirkmächtigsten Literaten der bundesdeutschen Nachkriegszeit: Heinrich Böll. Der Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1972, gestorben 1985, wäre am 21. Dezember 2017 100 Jahre alt geworden.

Rechtzeitig zum runden Geburtstag erscheint im Oktober "Heinrich Böll und die Deutschen", verfasst von Prof. Dr. Ralf Schnell, einem ausgewiesenen Kenner der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und Mitherausgeber der Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls. Und am 16. November 2017 stellt Professor Schnell sein neues Werk beim Coburger Literaturkreis vor. Die Lesung findet im Pavillon des Kunstvereins Coburg statt und beginnt um 19.30 Uhr.

Schnell widmet sich in seinem Buch dem Verhältnis Bölls zu Deutschland und den Deutschen und zeigt in lebendiger, anschaulicher Form, auf welche Weise die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts Bölls Leben geprägt haben – und welche Resonanz die künstlerischen Antworten Bölls bei seinen Lesern fanden. 

Ralf Schnell, geboren 1943 in Oldenburg (Oldb.), ist emeritierter Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Medienwissenschaft. Er wirkte an der Universität Hannover (1972-1987), an der KeioUniversität Tokio (1988-1997) und an der Universität Siegen (1997-2006), die er von 2006 bis 2009 als Rektor leitete. Er nahm zahlreiche Gastprofessuren, vor allem in Ostasien wahr. Er war Mitherausgeber der Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, ist Mitglied des WDR-Rundfunkrats und Schirmherr des Literaturfestivals Literaturpflaster (Bad Berleburg). 

 

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