Aktuelles aus dem Coburger Literaturkreis

Anna Katharina Hahn (Foto: Jürgen Bauer/Suhrkamp Verlag)

Anna Katharina Hahn liest beim Coburger Literaturkreis

 

Anna Katharina Hahn kommt am Mittwoch, den 24. Mai 2017 nach Coburg und liest beim Coburger Literaturkreis aus ihrem Roman „Das Kleid meiner Mutter“. Die Lesung findet im Pavillon des Kunstvereins Coburg am Hofgarten statt und beginnt um 19.30 Uhr.

Anna Katharina Hahn, geboren 1970, gilt als eine der wichtigsten Erzählerinnen ihrer Generation und wurde für ihre Romane u. a. mit dem Roswitha-Preis der Stadt Gandersheim und dem Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. 2009 erschien ihr Longseller „Kürzere Tage“, der auch ins Englische und Finnische übersetzt wurde. Ihr Roman „Am Schwarzen Berg“ stand 2012 auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse und auf Platz 1 der SWR-Bestenliste. 
In ihrem dritten Roman „Das Kleid meiner Mutter“ nimmt Anna Katharina Hahn besonders drängende Probleme der Gegenwart ins Visier: Ausgangspunkt ist das Madrid des Jahres 2012, in dem die vorangegangene Wirtschaftskrise insbesondere der jungen Generation alle Zukunftsperspektiven zu rauben scheint. Auch die Hauptfigur, die junge Anita, gehört zur „verlorenen Generation“, die zudem auch noch den Tod ihrer Eltern verkraften muss. So rutscht sie in das Leben ihrer Mutter hinein. „Das Kleid meiner Mutter“ entwickelt sich zu einem  phantastischen Generationen- und Liebesroman aus den Zeiten der Eurokrise und ist zugleich ein poetisches Welttheater zwischen Spanien, Berlin und Stuttgart.
Die Kritik lobt die gestochen scharfe Abbildung sozialer Milieus, die „taz“  nannte den Roman „hochliterarisch“, und für die FAZ entstand ein Decamerone aus tief menschlichen, im Ton glasklaren Geschichten.

Der Eintritt kostet im Vorverkauf bei der Buchhandlung Riemann 7 Euro, an der Abendkasse 9 Euro. Für Schüler und Studierende ist der Eintritt frei.

Breitgefächertes Jahresprogramm beschlossen

 

Ein breitgefächertes Jahresprogramm mit Lesungen, einem Vortrag zum Lutherjahr sowie einem musikalisch-literarischen Abend hat sich der Coburger Literaturkreis auf seiner Mitgliederversammlung für 2017 vorgenommen (siehe auch Veranstaltungen).
Den Auftakt macht am Donnerstag, den 16. Februar 2017 um 19 Uhr eine Lesung mit der aus Coburg stammenden Autorin Annette Pussert, die ihren Debütroman „Nord Nord Ost“ vorstellen wird (siehe oben). Die Lesung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Stadtbücherei, wo die Lesung auch stattfinden wird.
Ein Höhepunkt im literarischen Leben der Stadt wird erneut „Coburg liest!“ sein, die Coburger Literaturtage, die vom 25. bis zum 29. April 2017 bereits zum 14. Mal stattfinden werden und deren maßgeblicher Mitorganisator – neben der Volkshochschule Coburg, der Buchhandlung Riemann und dem Landestheater Coburg - der Coburger Literaturkreis ist. 
In der zweiten Maihälfte ist dann eine weitere Lesung mit einer aktuellen Autorin oder einem aktuellen Autor geplant. Auf der Wunschliste stehen mehrere Namen, allerdings muss erst deren Verfügbarkeit geprüft werden.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Evangelischen Bildungswerk folgt am Montag, den 26. Juni. Professor Dr. Klaus Kocks referiert um 20 Uhr in der Morizkirche unter dem Titel „Doktor Martin Luther als Content Provider der Gutenberg-Galaxis“ über den Zusammenhang von Buchdruck und Reformation aus der Perspektive der Internet-Generation. Kocks ist einer der renommiertesten Kommunikationsberater Deutschlands und war unter anderem mehrere Jahre  Mitglied des Volkswagen-Vorstandes.
Am 19. Oktober steht ein musikalisch-literarischer Abend auf dem Programm des Literaturkreises. Unter dem Titel „Susanna – Ich bin ein Kontinent“ bieten die Schauspielerin Martina Roth und der Gitarrist Johannes Conen einen Bewegtbild-Abend nach der Erzählung „Susanna“ der deutsch-jüdischen Lyrikerin Gertrud Kolmar.
Darüber hinaus ist für den Herbst noch eine Lesung aus einem aktuellen Roman denkbar. Darüber wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Wie jedes Jahr beschlossen die Mitglieder neben den öffentlichen Veranstaltungen eine Reihe von Vorträgen und Diskussionsthemen für ihre regelmäßigen Treffen, die unter dem Titel „literarische Tafelrunden“ weiterhin im Münchner Hofbräu jeweils an einem Donnerstag stattfinden. Deren Beginn wurde generell von 20 Uhr auf 19.30 Uhr vorverlegt.
Den Auftakt macht am 16. März eine Begegnung mit Mitgliedern der Coburger „Schreibwerkstatt“, die ausgewählte Texte vorstellen wollen.
Bei ihrem Treffen am 20. April wollen sich die Mitglieder auf die wenige Tage später beginnenden Literaturtage einstimmen. Am 11. Mai will man sich dann gemeinsam auf die Lesung mit Roland Schimmelpfennig vorbereiten.
Am 22. Juni werden sich die Mitglieder mit der Inszenierung des Schauspiels mit Ballett nach dem Roman „1984“ von George Orwell beschäftigen, das am Landestheater am 10. Juni Premiere hat. Eine ähnliche Diskussion strebt man für den Juli über die „Wallenstein“-Inszenierung an, deren Premiere am 24. Juni ist. Dazu sollen jeweils Vertreter des Landestheaters eingeladen werden. 
Am 8. Juli steht der traditionelle Sommerausflug auf dem Programm.  Ende August kann man sich dann beim Erlanger Poetenfest mit den dort präsentierten aktuellen Neuerscheinungen vertraut machen.
Nach den Sommerferien, am 21. September, werden sich die Mitglieder wie jedes Jahr unter dem Motto „Literarische Tauchfahrten und Höhenflüge“ über ihre jeweilige Urlaubslektüre austauschen. Am 12. Oktober steht dann unter dem Titel „Wiederbegegnung“ eine gemeinsame Diskussion über frühere Lektüre an, die man noch einmal neu gelesen hat. Den Abschluss bildet am 16. November ein gemeinsames Autorenporträt von Christoph Ransmayr.
Auch zu diesen „literarischen Tafelrunden“ des Vereins sind Gäste jederzeit willkommen. 

 

 

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