Aktuelles aus dem Coburger Literaturkreis

Mitglieder beschließen Jahresprogramm 2018

 

Der Coburger Literaturkreis wird auch 2018 das literarische Leben in Coburg durch Lesungen und Vorträge bereichern. Auch 2018 will der Coburger Literaturkreis wieder einige Akzente im Coburger Kulturleben setzen. Das wurde in der Mitgliederversammlung im Januar deutlich, in der die Mitglieder über ein  vorläufiges Programm für das neue Jahr entschieden.

Den Auftakt macht am Donnerstag, den 15. Februar 2018 um 19.30 Uhr eine Lesung mit Jana Hensel, die im Pavillon des Kunstvereins Coburg ihr vielbeachtetes Romandebüt "Keinland" vorstellen wird (siehe unten).

Vom 21. bis 27. April folgen die Coburger Literaturtage, deren maßgeblicher Mitorganisator - neben der Volkshochschule Coburg Stadt und Land, der Buchhandlung Riemann und dem Landestheater Coburg - der Coburger Literaturkreis ist. Die Literaturtage unter dem Tietel "Coburg liest!" finden 2018 bereits zum 15. Mal statt und stellen seit langem einen Höhepunkt im literarischen leben der Stadt dar. 

Keine festen Beschlüsse für öffentliche Veranstaltungen haben die Mitglieder für das zweite Halbjahr getroffen, da man auch noch die Neuerscheinungen im Frühjahr abwarten will. Als eine denkbare Option hat man aber eine Lesung aus dem Künstlerroman "Der Lärm der Zeit" von Julian Barnes über den Komponisten Dmitri Schostakowitsch ins Auge gefasst, eventuell musikalisch umrahmt mit Werken von Schostakowitsch. Geprüft werden soll, ob für eine solche Veranstaltung eventuelle Mitglieder des Landestheater-Ensembles gewonnen werden können.

Wie jedes Jahr beschlossen die Mitglieder neben den öffentlichen Veranstaltungen eine Reihe von Vorträgen und Diskussionsthemen für ihre regelmäßigen Treffen, die unter dem Titel "Literarische Tafelrunden" im Münchner Hofbräu stattfinden (Übersicht siehe "Veranstaltungen - Literarische Tafelrunden"  ) 

 

Jana Hensel (Foto: Michael Mann)

Jana Hensel stellt "Keinland" vor

 

Der erste Punkt im Jahresprogramm des Coburger Literaturkreis steht fest: Jana Hensel wird am Donnerstag, den 15. Februar 2018 um 19.30 Uhr im Kunstverein Coburg ihr vielbeachtetes Romandebüt "Keinland" vorstellen.

»Keinland« ist ein Liebesroman, aber auch ein Roman über Schuld, Erinnerung, Herkunft und Grenzen. Die Protagonisten sind der Unternehmer Martin, der als Sohn von Holocaust-Überlebenden nach Israel auswanderte, und die in der DDR geborene Nadia, die beginnt über Martin zu recherchieren.  Zwischen den beiden entwickelt sich schnell eine Nähe - es bleibt aber immer eine Fremdheit, die sich auch dann nicht auflöst, als die beiden sich näherkommen. Zu vieles liegt zwischen den beiden: biografische Erfahrungen, geografische Entfernung und eine Vergangenheit, die nicht nur mit den eigenen Lebensläufen zu tun hat...

Jana Hensel wurde 1976 in Leipzig geboren. Sie studierte neue deutsche Literatur in Berlin und war Herausgeberin der Literaturzeitschrift EDIT. Sie lebt als freie Lektorin und Kritikerin in Berlin.

Eintrittskarten zur Lesung mit Jana Hensel gibt es im Vorverkauf  bei der Buchhandlung Riemann in Coburg für 7 Euro. An der Abendkasse kostet die Eintrittskarte 9 Euro. Für Schüler und Studierende sowie Bedürftige ist der Eintritt frei. 

 
Prof. Dr. Ralf Schnell, Foto: Jürgen Naber

"Heinrich Böll und die Deutschen" - Lesung mit Prof. Dr. Ralf Schnell

 

Er war sicher einer der wichtigsten und wirkmächtigsten Literaten der bundesdeutschen Nachkriegszeit: Heinrich Böll. Der Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1972, gestorben 1985, wäre am 21. Dezember 2017 100 Jahre alt geworden.

Rechtzeitig zum runden Geburtstag erschien im Oktober 2017 "Heinrich Böll und die Deutschen", verfasst von Prof. Dr. Ralf Schnell, einem ausgewiesenen Kenner der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und Mitherausgeber der Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls. Und am 16. November 2017 stellte Professor Schnell sein neues Werk beim Coburger Literaturkreis vor. 

Schnell widmet sich in seinem Buch dem Verhältnis Bölls zu Deutschland und den Deutschen und zeigt in lebendiger, anschaulicher Form, auf welche Weise die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts Bölls Leben geprägt haben – und welche Resonanz die künstlerischen Antworten Bölls bei seinen Lesern fanden. Die Zuhörer zeigten sich von Schnells Vortrag zutiefst beeindruckt.

Ralf Schnell, geboren 1943 in Oldenburg (Oldb.), ist emeritierter Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Medienwissenschaft. Er wirkte an der Universität Hannover (1972-1987), an der KeioUniversität Tokio (1988-1997) und an der Universität Siegen (1997-2006), die er von 2006 bis 2009 als Rektor leitete. Er nahm zahlreiche Gastprofessuren, vor allem in Ostasien wahr. Er war Mitherausgeber der Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, ist Mitglied des WDR-Rundfunkrats und Schirmherr des Literaturfestivals Literaturpflaster (Bad Berleburg). 

 

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